Wanderroute 6 “Drei Berge Wanderung”

Ausgangspunkt:   Cursdorf Ortsmitte                                                                                      

Markierung:         roter Querstrich

Wegstrecke:         Ortsmitte – Schulstraße (Kloster) – Meuselbacher Kuppe (2km) – Blick auf Meuselbach (1km) – Sägewerk Cursdorf – ehemalige Abfahrtspiste (2km) – um den Heidelberg (1km) – Heidelberg (1km) – Hubertushütte – Wolfsgrube (1,5km) – Drei Lärchen – Sportplatz Cursdorf – Königsberg (1 km) – Farrenberg- Spielplatz- Ortsmitte (1 km)

Gesamtlänge:       ca. 12 km

Schwierigkeitsgrad: mittel / schwer

Wanderzeit:         ca. 4 Stunden (je nach Wandergeschwindigkeit)

 

Am Anfang unserer Wanderung steht ein kleiner Einblick in unsere Dorfgeschichte. Vom „Bergbahngrill“ aus 50m in nordwestlicher Richtung erreichen wir die „Drehscheibe“. Als die Zeit noch nicht so schnelllebig und hektisch war, kam kein Einheimischer über diese Kreuzung ohne irgendeine Neuigkeit erfahren oder weitergegeben zu haben. Die „Drehscheibe“ war der Dreh- und Angelpunkt des Dorfes. Rechts am Park vorbei kommt man die Schulstraße entlang ins untere Dorf, auch „Kloster“ genannt. Hier führt uns unsere Route am Gasthaus „Koch“ vorbei, wieder zum Aufstieg zur „Meuselbacher Kuppe“ empor. Wenden wir uns zu einer kurzen Verschnaufpause einmal um und genießen den herrlichen Blick auf Cursdorf. Am Horizont erhebt sich die „Himmelsleiter“ mit 776m ü. NN und der Kirchberg mit dem Fröbelturm 785 ü. NN. Südlich ragt die Hettstedt mit 808m ü. NN heraus. Nach kurzer ansteigender Wanderung lädt eine Schutzhütte zur Rast ein. Von diesem Standpunkt aus können wir in nördlicher Richtung das Schwarzatal und das Rinnetal mit dem Baropturm bei Bad Blankenburg sehen. Bei klarer Sicht und guten Augen ist es möglich den Glockenturm vom KZ Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar zu erspähen. Nach etwa 400m erreichen wir die „Meuselbacher Kuppe“ (789m ü. NN). Unser Wanderweg biegt kurz vor der Berggaststätte links auf den Eisenstieg ab. Die Wegbezeichnung erinnert an die frühere Eisenerzgewinnung in diesem Berg. Die alten Halden sind heute noch sichtbar. Auf dem Eisenstieg geht’s bergab bis zum Sonnenweg. Auf ihm gehen wir weiter Richtung Meuselbach. An der Waldkante werden wir mit einem herrlichen Ausblick vom „Wurzelberg“ bis zum „Kickelhahn“ bei Ilmenau begrüßt. Unsere Wanderung führt uns in südöstlicher Richtung leicht bergab zum Sägewerk. Hinter diesem führt unser Weg vorbei an der ehemaligen Sommerskipiste. Diese Piste diente als Trainings- und Wettkampfstätte vorwiegend in den Sommermonaten bzw. in der schneefreien Zeit. Sobald wir den Hochwald hinter uns gelassen haben, bietet sich uns ein wunderschöner Blick auf das Tal der „Weißen Schwarza“. Ruhebänke laden zur Rast ein. Jetzt haben wir einen etwa 300m langen und auch steilen Aufstieg zum „Heidelberg“ vor uns. Am Ziel angekommen, werden wir erneut mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Vom Westen her sehen wir die „Meuselbacher Kuppe“, Cursdorf und den „Fröbelturm“.

Nach ca. 1km fast ebenen Weg erreichen wir die „Hubertushütte“. Sie lädt zum Ausruhen und Stärken ein. Nach der Wanderpause geht es weiter bis zur „Wolfgrube“. Diese und andere Flurbezeichnungen deuten darauf hin, dass hier in früherer Zeit auch Wölfe, Bären, Luchse und Wildkatzen heimisch waren. Aber schon um 1850 soll es diese Tiere im Thüringer Wald nicht mehr gegeben haben. Der letzte Bär wurde 1782 im Katzhütter Forst erlegt und 1757 wurde in der „Wolfsgrube“ der letzte Wolf zur Strecke gebracht. Wir wenden uns nach links und wandern an den „Drei Lärchen“ vorbei bis zur Schutzhütte. Bei etwas Glück und Ruhe kann schon mal Meister Langohr oder ein Reh den Weg kreuzen. Weiter geht’s in nördlicher Richtung bergab bis zum Hauptwanderweg.  Auf diesem Weg wandern wir am Cursdorfer Sportplatz vorbei und biegen links zum Königsberg ein. An der Schutzhütte biegen wir rechts ab und wandern nach ca. 150m ebenen Weges hinab ins Königstal. Die ehemalige Schanzenanlage und die Kneipptretanlage lassen wir links liegen. Danach gelangen wir auf einem Waldpfad ins „Tälchen“. Von dort über den Farrenberg sind es nur noch wenige Minuten und ein paar steile Meter und unsere Wanderung endet wieder in Cursdorf.

Hier wurde Ihnen eine ca. 12 km lange Wanderroute vorgestellt. Das Praktische und Wertvolle an dieser Strecke ist, dass man sie an vielen verschiedenen Stellen nach eigenen Wünschen verändern und variieren kann. Das heißt, die Route wurde so gewählt, dass man sie auch in kleineren Teilstücken abwandern kann. Es ist kein Problem auf einem anderen Weg vorzeitig nach Cursdorf zurückzukehren und die Wanderung zu einem anderen Zeitpunkt an dieser oder einer anderen Stelle wieder fortzusetzen.